Sind wir mehr als unser physischer Körper?

Was mich immer wieder fasziniert: Wenn Wissen aus Neurowissenschaft, Metaphysik, Quantenphysik, Transzendenzerfahrung und Parapsychologie aufeinandertreffen.

Der nachstehende Text - Einiges daraus frei übernommen aus Wunderwelt Wissen, Ausgabe 2, 02/2018 - stellt Fragen zur Unsterblichkeit der Seele. Aus dieser Sicht bröckelt die alte Regel "ohne Gehirnfunktion kein Bewusststein":

Zwischen Himmel und Erde und die Frage nach der Unsterblichkeit der Seele  


Von vielen Wissenschaftlern und Materialisten wurden noch bis vor kurzem Nahtoderfahrungen (Near Death Experiences = kurz "NDE"s genannt) abgetan als Spukgeschichten, Halluzinationen unter Narkose, reine Hirnchemie wie bspw. eine Art Schneegestöber eines sterbenden Gehirns oder ein letztes Neuronengewitter vor der Stille (hervorgerufen durch Sauerstoffmangel). Doch mit den immensen Fortschritten der Reanimationsmedizin wendet sich das Blatt. Sie gewährt Einblicke in eine Zone, die bisher versperrt blieb. Und so haben Neuroforscher inzwischen ein Problem: Wo im Gehirn ist der Ort, an dem alle Informationen zusammenlaufen? Wo die Befehlszentrale, von der aus Gedanken und Willensentscheidungen gesteuert werden? Wo entsteht das Ich-Gefühl? Neurologen können nur antworten: "überall und nirgends im Gehirn". Eine Schaltzentrale der Gedanken gibt es in unserem Gehirn offenbar nicht. Neuroforscher hoffen, Gedanken eines Tages sichtbar zu machen. Sie wissen sehr viel über die Funktionsweise des Gehirns, aber immer weniger verstehen sie, wie Bewusstsein entsteht. Ein Paradox. Der weltweit anerkannte, niederländische Nahtodforscher und Herzspezialist Pim van Lommel setzt dem noch Eins oben drauf: "Es ist ein nie bewiesenes Konzept, dass Bewusstsein und Erinnerung im Gehirn lokalisiert sind".

Seit immer mehr Menschen unversehrt aus der so genannten Todeszone zurückkehren, untersuchen Mediziner systematisch auch, was nach dem klinischen Tod passiert. Vor allem geht es um die Frage, die Menschen seit jeher beschäftigt: Wohin geht das Bewusstsein, wenn das Gehirn abschaltet? Sind wir mehr als Fleisch und Blut?

Ausgerechnet die Wissenschaft der kleinsten Dinge, der Elementarteilchen, erschüttert das materialistische Weltbild. Alles im Universum besteht aus Quanten, jedes einzelne Atom. Bloss lokalisieren kann man sie nicht. Die Quantenphysik hat Antworten auf das Entfallen der Notwendigkeit eines fest lokalisierbaren "Ich-Kerns": Quanten kommunizieren miteinander, wie Versuche im Teilchenbeschleuniger gezeigt haben. Die kleinsten subatomaren Teilchen, aus denen das gesamte Universum besteht, sind wellenförmig und zugleich im nächsten Moment Teilchen, die untereinander Informationen austauschen und gleichzeitig an mehreren Orten sein können. Zwei subatomare Teilchen, die einmal miteinander verbunden waren, tauschen Informationen aus, über unermessliche Distanz. Ein Phänomen übrigens, das schon Einstein erkannte und als "spukhafte Fernwirkung" damals leider zu den Akten legte. War das Genie der Grundlage unseres Bewusstseins auf der Spur? Forscher wie der Quantenphysiker Hans-Peter Dürr sagen: Quanten sind Materie und Energie, ein unendlicher Informationsstrom, und denkende Einheiten zugleich. Quanten zeigen, dass auch das menschliche Bewusstsein aus winzigen, unzerstörbaren Bewusstseinsträgern jenseits unserer Raum- und Zeitwahrnehmung besteht, bzw. das "Ich" nach diesem Prinzip funktionieren kann und nach dem Tod eines Menschen vielleicht weiter existiert.  

Auch Gedanken bestehen nicht aus Materie, sondern aus elektromagnetischen Wellen. Die Neuronen des Gehirns kommunizieren in Echtzeit. Das erklärt auch geistige Phänomene wie Geistesblitze oder die Intuition. "Genau wie Atome sind Gedanken kleinste, bewegliche Informationseinheiten", so der US-Neurowissenschaftler Joe Dispenza, "und sie können chemische Prozesse im Körper auslösen wie die Ausschüttung von Hormonen und anderen Botenstoffen".

Der indisch-amerikanische Physiker und Bewusstseinsforscher Amit Goswami am Institute of Theoretical Science an der University of Oregon ist als Hauptvertreter der Theorie eines kosmischen Bewusstseins (PSI) davon überzeugt, dass unser Bewusstsein den Prinzipien der Quantenphysik folgt und nicht örtlich ist. Gedanken bewegen sich wie Quanten, also kleinste Informationseinheiten, durchs Gehirn und durch den Kosmos, und unser Gehirn hat demnach Fähigkeiten zur Übersinnlichkeit.

Schon Albert Einstein meinte, dass das Feld, gemeint ist das Informations- oder Quantenenergiefeld, die einzige Realität sei.
Jene Leser, die auf sehr einfache Weise verstehen wollen, was es mit dem Quantenfeld bzw. dieser einzigen Realität auf sich hat, bedienen sich dem unten eingefügten kurzen Youtube-Video von Dr. rer. nat. Ulrik Warnke mit dem Titel "Das muss jeder wissen - Realität wissenschaftlich erklärt." Darin trifft Wissenschaft auf Spiritualität.

Pim van Lommel meint zudem: "Wenn wir den Ergebnissen aus verschiedenen Studien zur Nahtoderfahrung folgen, ist der Tod nur das Ende unserer physischen Existenz. So kann man der Schlussfolgerung nicht aus dem Weg gehen, dass endloses Bewusstsein unabhängig vom Körper existiert und immer existieren wird."

Auch die Britin Penny Sartori, führende Expertin für Near Death Experiences (NDE), hat zahlreiche Fälle untersucht und dokumentiert. Ausserkörperliche Erfahrungen an der Schwelle zum Tod können einen Hinweis sein auf eine unsterbliche Seele, auf ein Bewusstsein, das losgelöst vom Körper existiert.

Laut dem Neurowissenschaftler Mario Beauregard scheint es, dass Menschen nach einer NDE ein anderes Gehirn haben, als hätte es da eine Verschiebung gegeben. Besonders aktiv zeigen sich nach NDEs im Computertomografen Hirnregionen, die mit positiven Emotionen, erhöhter Aufmerksamkeit und einer starken Bindung zu anderen Menschen verknüpft sind. Zudem haben Betroffene nach einer NDE meist einen besonderen Zugang zu einer spirituellen Welt, Vorahnungen und besonderen Wahrnehmungen.

Die moderne theoretische Physik hat unser Denken vom Wesen der Materie in andere Bahnen gelenkt. Sie hat den Blick von dem zunächst Sichtbaren, nämlich den Teilchen, weiter geführt zu dem, was dahinter liegt, nämlich zu Ordnung und Symmetrie und damit zu Energie und Schwingung in dem dahinter liegenden Feld. Dieses Feld ist in der heutigen Wissenschaft noch wenig erforscht.
Dr. Ulrich Warnke äussert sich dazu in dem weiteren Youtube-Beitrag mit dem Titel "Unsterblich? - Wir müssen anerkennen, dass Spiritualität ein Teil der Wissenschaft ist“.

Ich schliesse diesen Blog-Beitrag mit dem Zitat von Chang Tsai aus dem Tao der Physik von Fritjof Capra: „Wenn man weiss, dass die Grosse Leere voll von Ch’i (bzw. Chi / Energie) ist, wird einem klar, dass es so etwas wie „Nichts“ nicht gibt.“


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Albert Einstein - Der konservative Revoluzzer war auch philosophisch tiefgründig denkend

Albert Einstein (1879-1955) gilt als Inbegriff des Forschers und Genies und wird unter die bedeutendsten theoretischen Physiker der Wissenschaftsgeschichte gereiht. Er dachte unabhängig, liess sich von Instinkt und Intuition leiten und agierte sehr selbstbewusst.
Einstein liess nicht ab von festgefahrenen Theorien, wenn es darum ging, Unstimmigkeiten in der Physik aufzulösen. Mit den Relativitätstheorien im Teilgebiet Mechanik und Elektrodynamik gelang ihm dies. Als Nebeneffekt warfen sie die alten Weltbilder um. Das erschuf die Allgemeine Relativitätstheorie, und mit ihr die Raumzeit als aktiven Teil des Universums, die zu überraschenden Wendungen in der Kosmologie führte: In der Folgezeit bezogen Kosmologen die nun mitspielende Raumzeit in ihre Modelle ein und stiessen auf neue Darsteller im Kosmos: Schwarze Löcher, den Urknall, den Anfangspunkt eines wachsenden Weltraums, die bislang hypothetischen Wurmlöcher, Tunnel in der Raumzeit etc.

Viele Gedanken Einstein's über den Sinn des Lebens und den Menschen gelten als Weisheiten und sind heute so aktuell wie damals. Nicht alle zeigen Gesellschafts-Konformität, ...
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